Aus: Außferner Bote vom 2. Sep. 1931 Kreuzaufstellung auf der Koflerspitze. Seit vergangenen Sonntag ragt auf der Koflerspitze ein mächtiges, 8.70 Meter hohes Kreuz zum Himmel empor, das wohl eines der höchsten in weiter Umgebung sein dürfte. Schon am vorletzten Sonntag bemühten sich 11 junge Leute bei schlechtem Wetter, die zur Errichtung des Kreuzes notwendigen Vorarbeiten zu treffen, wie z. B. das erforderliche Holz zu fällen und einen Betonsockel auf dem Berggipfel herzustellen, in den 2 Eisenschienen eingebaut wurden. Am Sonntag, den 30. August gingen sie nun daran, das Kreuz auf die Höhe zu befördern und dort aufzustellen, indem sie es zwischen den beiden Schienen festschraubten. Bei diesem Werke waren ihnen auch wohltätige Menschen behilflich, die es an Spenden nicht fehlen ließen. So stammt
das Holz von der Gemeinde Pflach, die Schmiedearbeiten von Johann Pacher, Reutte, das Drahtseil zur Verankerung wurde vom Elektrizitätswerk, Reutte geliefert, die Christusfigur von Otto Schennach, Reutte, während das Gipfelbuch ein Geschenk von Max Mair Reutte ist. Die Inschrift in diesem Buche wurde von der ehrw. Schwester Oberin Sophronia hergestellt. Ein Fräulein aus Reutte, das bei der Aufstellung des
Kreuzes sich gerade am Gipfel befand, war so liebenswürdig, in das Bergbuch ein hübsches Gedicht einzutragen, das den Hergang der Errichtung des Kreuzes schildert. Die Alpenfreunde, die sich dieser schweren Arbeit unterzogen, gehören alle der Bergsteigerriege „Fürchterlich" an; ihre Namen sind: Bertl Hornstein, Albert Knittel, Adolf Martin, Luis Lumper, Karl Nigg, ferner Josef, Florian und Leopold Bader jun., Hans Pacher, Pepi Reiter und Franz Rennöckl. Allen, die zur Aufstellung des Kreuzes irgendwie beigetragen haben, gebührt der herzlichste Dank und ein kräftiges „Berg-Heil."