Chronik
für das Jahr 1755
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Ungefähr in diesem Zeitraum ereignete sich ein Felssturz im Bereich nördlich des Kratzers bei Pinswang
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Im März kommt es zu Truppeneinquartierungen im Gericht Ehrenberg
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Der Ausschuss des Schneider- und Schuhmacherhandwerks von Reutte beschwert sich beim Kreishauptmann gegen die in allen Häusern eindringenden Näherinnen, welche Frauen- und Männerkleidung zum Schaden der Zunft anfertigen. Folglich sind die hiesigen sieben Schneidermeister wochenweise arbeitslos. Die mit hohen Kosten erkauften Privilegien besagen, dass alle Stör und Stimplereien (Schwarzarbeit Anm.) im Markt Reutte untersagt sind. Allein in Reutte sind 24 Näherinnen vorhanden, welche wirklich von Haus zu Haus auf die Stör gehen
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Am 1. November bricht das große Beben über Lissabon herein. Die Ausläufer des Bebens erfassen beinahe ganz Europa und den Norden Afrikas - auch für Vils werden die Auswirkungen dieses Bebens dokumentiert, wenn da in Kögl's Aufzeichnungen zu der Stadt geschrieben steht: "...versetzte an diesem Tage ein furchtbares Erdbeben das Städtchen Vils in die tiefste Besorgnis; das Schaukeln des Thurmes und einzelnes Anschlagen der Glocken, sowie das Geklirre der Fenster verkündeten die Grösse der Gefahr und erinnerten, dass Lissabon erst vor 9 Tagen zugrunde gegangen war. Niemand wurde jedoch am Leben beschädigt; aber noch trägt der Thurm seine Senkung gegen Osten sowie die Kirche beträchtliche Klüfte zur Schau, obschon dieses 1759 ziemlich ausgebessert wurden."