Start » Sagen » Der Marchrücker


Der Marchrücker

Auf den Feldern bei Ehenbichl gegen das Schloß zu hatte einst ein geiziger Bauer die Marken verrückt und mußte nun dafür nach seinem Tode geisten. Man sah in nächtlicher Weile herumwandeln und hörte eine Stimme in einem fort rufen: "Wo soll ich´s hinthun?" Das hörte nun einmal ein Betrunkener, der in der heiligen Nacht spät von der Katzenmühle herkam, und rief ihm entgegen: "Thu´s hin, wo´s hergenommen hast!" Da stand der Geist plötzlich schön weiß und rein vor ihm und sprach: "Wie danke ich dir, daß du mich erlöst hast! Sonst hätte ich bis zum jüngsten Tag hier herumwandeln müssen. Wie viele habe ich schon angerufen aber keinem ist es eingefallen, so zu antworten wie du!" Sprachs und verschwand, und seitdem hat man den Geist nie mehr gesehen.
Reiser, 1895


im Obermarkt
reutte, obermarkt, bezirkshauptmannschaft, gemeindeamt

Schattwald
schattwald, steig, pfleghaar, verlag fink, halde, neunerköpfle, litnis, sulzspitze

Votivkapelle
könig ludwig ii., votivkapelle st. ludwig, starnberger see, berg


...vielleicht auch interessant:

Der Räuber auf der Zugspitze (Schnippsel)
Ulrich von Musau (Sagen)
Der Tag als der Regen kam (1901) (Schnippsel)


Top-Themen
sterbebild, button
Sterbebild-Sammlung

Es befinden sich aktuell 8212 Einträge in der Sammlung

1183