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Tod eines Hirten (1929)

Aus: Außferner Bote vom 17. Aug. 1929
Holzgau. Ein höchst trauriger Todesfall ereignete sich in der Nacht zum 14. August. Der Hirte auf der zur Gemeinde Holzgau gehörigen 'Hochalpe', Karl Knoll, erkrankte am 6. August an heftigen Hals- und Kopfschmerzen. Man wollte ihn am vergangenen Sonntag, den 11. ds. Mts. zu Tal transportieren, doch er weigerte sich und sagte, daß er auf dem Berge wieder gesund werde. In der Nacht vom 13. auf 14. ds. wurde er jedoch auf Veranlassung des Sprengelarztes Dr. Walter Orlitzky in die Heimat gebracht. Auf dem Wege dorthin ist er aber verschieden. Am hohen Frauentage, dem Hauptfeste in Holzgau, wurde er um einhalb 8 Uhr morgens auf dem dortigen Friedhofe beerdigt. Er hinterläßt ein Dutzend Kinder, wovon fünf noch im schulpflichtigen und vorschulpflichtigen Alter stehen, und die tieftrauernde Gattin. Vor Antritt des Transportes erteilte der hochw. Herr Pfarrer Eduard Hammerle dem nun Verstorbenen die hl. Sterbsakramente.

Tragischerweise ist dem Korbflechter und Hirten Karl Knoll und seiner Ehefrau Mechtild, geb. Schöpf, bereits am 8. Juni des vorangegangenen Jahres ein Sohn tot geboren worden. Der Tod des an einer Gehirnhautentzündung verstorbenen Ernährers der in der Dürnau lebenden, hinterbliebenen Familie hatte somit zu noch größerem Kummer geführt.

obere hochalpe, knoll

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