Chronik
für das Jahr 1850
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Der in Europa aufkeimende Alpinismus führt auch immer öfter Bergbegeisterte in das Außerfern und seine vielfältige Bergwelt
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Friedrich August II. - der König von Sachsen - reist in das Lechtal
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Starkregen und Vermurungen des Sulz- und Triesenbaches bei Nesselwängle am 2. Februar. Mittels Sammlungen werden die Gelder für die Verarchungen der Bäche beschafft
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Am 1. Juni kommt es bei Tätlichkeiten mit Truppenabteilungen der Benedek-Infanterie zum Tod eines jungen Biberwierers
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Am 15. Juni wird in Reutte erstmals ein Gendarmerieposten mit sechs Beamten besetzt - zuvor war sie ein Teil des Militärs
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An die 6000 Mann sind Mitte des Jahres im Außerfern einquartiert - meist sind es Tschechen, Polen und Slawen, lediglich im Tannheimer Tal sind hiesige Schützen auf Posten
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Im Juli kommt es in Nesselwängle zu einem Felssturz in der Sulz
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Der Weihbischof Georg Prünster nimmt am 31. August für die St. Anna-Kirche in Reutte die Weihe vor und spendet vor dem 'Landgerichte' den bischöflichen Segen über die zahlreichen Besucher
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Kaiser Franz Joseph I. kommt am 8. Oktober nach Reutte. Von einem Teil der Bevölkerung wird der Monarch jedoch eher frostig empfangen, da er im Vorfeld Hilfslieferungen an Getreide in das Außerfern verweigerte und die Militärlasten schwer auf den Schultern der Leute liegt
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Am 10. Oktober große Truppenschau in den Feldern zwischen Reutte und Breitenwang im Beisein des Kaisers Franz Joseph I.
Im November ziehen die Truppen zum größten Teil aus dem Reuttener Talkessel ab, gegen Norden in Richtung Preußen
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Mitte November geschieht in Jungholz ein grausamer Kindsmord. Die Kindsmutter gesteht, das Neugeborene zu Tode gewürgt und vergraben zu haben. Als man die Kindsleiche exhumiert, stellt man überdies noch eine Menge an Gestein und Erde in der Luftröhre fest