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Die Schweden in Immenstadt

Als im Schwedenkrieg die Schweden ins Allgäu kamen, flüchtete in Immenstadt sich alles an die Staig hinauf, in eine Bergschlucht zwischen dem Immenstädter Horn und dem Steineberg. Hier verschanzte man sich. Es wird eine Kapelle gebaut und Gottesdienst gehalten, im leeren Städtchen verheeren und plündern derweil die Schweden. Am Alpsee stößt eine Abteilung des Reichsheeres auf sie. Der See ist zugefroren und die Schweden werden übers Eis geführt. Das Eis bricht, und vierzehn Fähnlein sinken unter. Man nennt die Stelle, wo die Schweden in den See hineingejagt wurden, noch den Schwedenbrunnen. Die eroberten Fähnlein aber sind in der Lorettokirche in Bühl aufbewahrt zum ewigen Andenken.

Auch in Thalkirchdorf sind sie mit all ihrer Habe in die Berge geflüchtet. Als man alles, was einigen Wert hatte, zusammenpackte, mahnte die Magd ihre Herrschaft, ja doch den Haushahn nicht mitzunehmen, weil dieser den Zufluchtsort verraten würde. Seitdem mahnt man jeden, der ein Geheimnis bewahren soll, mit den Worten: "Nehmet den Gockeler nicht mit!"
Reiser, 1895


im Untermarkt
reutte, untermarkt, fuhrwerk

Gimpelhaus
gimpelhaus, rote flüh

am Formarinsee
formarinsee, rote wand, lechquelle


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