Berge & Hütten » Ammergauer Alpen » SchafkopfSchafkopf (1380m)



Ammergauer Alpen
Charakter: anspruchsvolles Bergwandern
T3Talort: Farchant
Wege und Pfade
In
Farchant rechts an der Kirche vorüber zu den letzten Häusern, hier stehen viele kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Kurz dem Sträßchen folgend zum Spielplatz und linkerhand auf breitem Steig in den Wald hinauf. Lange Waldschneisen und kleinere Lichtungen wechseln sich ab und viele Wege kreuzen die eigene Linie - deshalb stets der Beschilderung folgen.


Jetzt im Frühjahr stehen die vielen Bäume noch unbeblättert als Stangenwald da, im Sommer dürfte es sich hier zum Großteil um
grüne "Tunnel" handeln, so dicht steht das Gehölz. Der Weg ist breit, aber immer wieder vom Hangwasser durchfeuchtet und oft schmierig. Durch den aktuell kahlen Laubwald also gegen Norden, an den steilen
Reschberg heran. War der Anstieg bis knapp unter den Gipfel des Schafkopfes bisher wenig spektakulär, ändert sich dies auf den letzten Metern grundlegend - wie eine Mauerbrüstung führt der Pfad durch eine ca. 50 - 60° steile Grasflanke. Da heißt es, sich kurzzeitig voll auf den Weg zu konzentrieren.
Ausblick hab ich eh grad keinen, der Nebel umwabert den Gipfelstock des Schafkopfes - also Blick nach vorn und nach etwa 100 Metern Wegstrecke entspannen und erst mal durchatmen. Stolpern wäre hier auf jeden Fall äußerst ungünstig!
Oben am breiten Bergrücken angekommen erst mal rund 100 Meter gegen Osten und schon ist das fast schon futuristisch anmutende Gipfelkreuz des Schafkopfes erreicht. Der Nebel gibt aber nur ab und an den Ausblick kurzzeitig frei - die meiste Zeit sehe ich allerdings nur milchigen Dunst. Es ist aber zu erkennen, dass ich gerade mal so an der Nebel-Obergrenze bin. Wenn ich also in die Sonne kommen und einen freien Ausblick haben will, heißt es sich ein höheres Ziel in der Nähe zu suchen.
Erweiterungsmöglichkeiten
BrünstelkopfGeschichte und Sonstiges
Ein aus archäologischer Sicht interessanter Kotierungspunkt stellt der Spielleitenkopf dar, welcher dem Schafkopf im Südosten vorgelagert ist. Darauf befand sich ein eisenzeitlicher Kult- und Brandopferplatz, sowie ein Heiligtum in Form eines einräumigen Gebäudes.
Das Heiligtum selbst war ein zweiphasiger Bau, welcher dem Anschein nach immer wieder mit kalzinierten, wie auch unverbrannten Knochen, Keramikscherben, sowie einer Vielzahl an Metallartefakten verfüllt bzw. eingeschüttet wurde, wie Amei Lang in ihrer Arbeit über die Ausgrabungen von dem 'eisenzeitlichen Heiligtum bei Farchant' berichtet.
Artikel enthalten in: Archäologie im Landkreis Dingolfing-Landau; Band 5 - Jahrgang 2016chatKommentare
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