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Tod einer Kuh (1915)
Aus: Außferner Zeitung vom 24. Juli 1915
Der Gipfel der Gemeinheit. Aus Füssen wird berichtet: In der Nacht vom Samstag zum Sonntag den 11. Juli wurde eine auf der Viehweide befindliche, dem Oekonomen und Sägewerksbesitzer Driendl gehörige wertvolle Kuh erschossen, zirka 30 Pfund Fleisch aus dem Hinterteil ausgeschnitten und mitgenommen. Den eifrigen Bemühungen der hiesigen Gendarmerie gelang es bereits, die Täter festzustellen. Sie wurden am 13. Juli verhaftet und in das hiesige Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. Es sind dies der ledige Fabriksarbeiter Steindl und der verheiratete städt. Arbeiter Nassal von Füssen. Bei vorgenommener Hausdurchsuchung wurde das Gewehr, sowie das Fleisch, das sich bereits im Keller in der Sure befand, aufgefunden. Die Strafe für die gemeine Tat dürfte nicht hoch genug sein.